Wärmepumpe, Pelletheizung, Öl-Heizung, Erdgas-Heizung

Vor- und Nachteile der verschiedenen Heizarten

Pelletheizung
Heizen wie unsere Grosseltern: Anstelle fossiler Brennstoffe wird der älteste Brennstoff der Welt verwendet: Holz. Der Verbrennungsprozess selbst hat jedoch wenig mit einem normalen Holzbrand zu tun, weil dank neuesten Technologien das Holz nahezu rückstandsfrei verbrannt wird. Deshalb erreicht das Pelletheizsystem einen extrem hohen Wirkungsgrad bei relativ geringen CO2-Emissionen. Aufgrund dessen und der Tatsache, dass Holz ein regenerativer Rohstoff ist, gilt das Pelletheizsystem ebenso wie die Wärmepumpe zu den ökologischsten Heizsystemen und sind momentan dementsprechend beliebt.

Wärmepumpe
Die Wärmepumpe ist in vielen Neubauten bereits Standard. Die Wärmepumpe wird auch für Heizungsrenovierungen immer wichtiger, wein kein anderes Heizsystem so umweltfreundlich heizt. Um eine Wärmepumpe zu betreiben, wird ein wenig Strom benötigt. Da die Menge an Strom jedoch so gering ist, werden Wärmepumpen oft mit Photovoltaik kombiniert, um die Anlage selbstversorgend zu machen. Wenn Sie diese Kombination verwenden, heizen Sie Ihr Haus nicht nur klimaneutral ohne CO2-Emissionen, sondern machen Ihre Immobilie auch langfristig unabhängig von schwankenden Marktpreisen.

Öl-Heizung
Die meisten unrenovierten Häuser haben noch eine alte Ölheizung. Da Öl im Gegensatz zu Gas nicht direkt über ein Rohr zum Haus geliefert werden kann, wird das Öl direkt von einem Händler gekauft, der es in einem Tankwagen liefert und in einem Öltank lagert.

Hinzu kommen die hohen CO2-Emissionen durch Heizöl. Dies sind ungefähr 0,27 kg pro kWh, sodass in einem nicht renovierten Haus ungefähr 9,5 Tonnen CO2 pro Jahr an die Umwelt abgegeben werden. Zum Vergleich: Bei gleichem Heizbedarf stoßen sowohl die Wärmepumpe als auch das Pelletheizsystem deutlich weniger CO2 aus.

Erdgas-Heizung
Im Gegensatz zur Ölheizung wird das Heizmedium für die Gasheizung über ein Rohr direkt ins Haus geleitet. Dadurch wird viel weniger Platz beansprucht und es erfordert keine weiteren Vorsichtsmaßnahmen wie Brandschutztüren.

Obwohl Gas auch ein fossiler Rohstoff und daher aus ökologischer Sicht nicht optimal ist, verbrennt Erdgas viel sauberer. Dies senkt nicht nur die CO2-Emissionen, sondern auch die Wartungskosten für den Schornsteinfeger.

Mit rund 0,20 kg pro kWh liegen die durchschnittlichen CO2-Emissionen eines modernen Gasheizungssystems immer noch weit über den nicht fossilen Brennstoffen, aber deutlich unter den Heizölemissionen.